Sehenswürdigkeiten

Gries Meilenstein

Meilenstein No. 16 im Ausgedinge in Gries

Der Meilenstein No. 16 - heute in Gries 69 gesetzt - stammt aus der Zeit des Baues der neue "Kunststraße" über den Brenner (1840 - 1845). Die Straße hatte damals zwei Fahrbahnen und war 6,2 Meter breit. Der Meilenstein zeigt mit 4 deutschen Meilen die Entfernung nach Innsbruck an. Die alte deutsche Landmeile, auch als preußische Meile bezeichnet, entspricht rund 7,5 km.

Bereits 1756 hat Kaiserin Maria Theresia im "Allgemeinen Maßpatent" das in Wien gebräuchliche Klaftermaß als verbindliches Längenmaß festgeschrieben. Bei der Einführung des metrischen Systems 1871 (verbindlich ab 1. Jänner 1876) wurde das Klafter auf genau 1,89648384 m festgelegt. Eine Meile entspricht demnach 4.000 Klaftern bzw. 7.586 Metern.

Gries Kaiserbild

Kaiserbild in Gries am Brenner

Beim sogenannten "Plattlfelsen" am südlichen Ortsausgang von Gries begegneten sich am 3. Mai 1530 der von seiner Krönung durch Papst Clemens VII. in Bologna zurückkehrende Kaiser Karl V. und dessen Bruder Ferdinand I., Landesfürst von Tirol, König von Ungarn und Böhmen und späterer römisch-deutscher Kaiser.

Zur Erinnerung daran ließ der damalige Tiroler Kanzler Bernhard von Cles an der Stelle des Zusammentreffen sein Bronzerelief mit lateinischer Inschrift errichten, das die Begrüßung der beiden Brüder darstellte. Heute erinnert eine marmorne Gedenktafel an die historische Begegnung. Die Gegend rund um das Denkmal erhielt im Volksmund den Namen "Zum Kaiserbild".

Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund am Lueg

In der Talenge von Lueg (= althochdeutsch: Höhle, Loch, Talenge) bestand seit der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Höhlenburg, 1241 im Friedensvertrag zwischen Bischof Egno von Brixen und dem Grafen Albert III. von Tirol erstmals urkundlich erwähnt.
Der gewachsene Fels bildete Wände und Dach, eine Mauer mit Zinnenkranz den äußeren Abschluss. Der größte Teil der Höhlenburg wurde beim Bau der Brennerbahn (1864 - 1867) entfernt. Lueg war bereits Ende des 13. Jahrhunderts die ertragreichste Zollstätte Tirols.

Das jüngste, schlossartige Zollamtsgebäude sowie das Pallhaus wurden 1809 zerstört. Übrig geblieben ist die Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund; die ursprüngliche Kapelle wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, ein halbes Jahrhundert später der Nordturm. 1684/86 wurde die Kirche erweitert und barockisiert. Nach verschiedenen weiteren Umgestaltungen begann man 1990 mit umfassenden Sanierungsarbeiten, die 2013 einen vorläufigen Abschluss fanden.

Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund am Lueg
Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund am Lueg
Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund am Lueg
Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund am Lueg

Pfarrkirche St. Valentin mit Wegkapelle

Die Pfarrkirche St. Valentin im Ortszentrum von Brenner befindet sich an der Stelle, wo wahrscheinlich schon im 6. Jahrhundert eine Kapelle zu Ehren des hl. Valentin stand. Ein romanischer Turm flankiert das Kirchenschiff, das im 15. Jahrhundert gotisch umgebaut wurde. Das steingerahmte Hauptportal sowie der polygone Chor stammen ebenfalls aus dieser Zeit.
Wesentliche Umbauten und Erneuerungen im Kirchenschiff und am Gewölbe gab es in den Jahren 1731, 1769 und 1792. Die Deckengemälde hat Franz Unterberger 1787 geschaffen.

1983 bzw. 1985 schließlich wurde die Pfarrkirche umfassend restauriert. Die Wegkapelle an der Friedhofsmauer mit tiefer Rundbogennische wurde 1692 errichtet, was die Jahreszahl am dazugehörigen Opferstock anzeigt.
Am 14. Oktober 1962 wurde am Brenner die neu erbaute Pfarrkirche Maria am Wege benediziert, welche St.Valentin als Hauptkirche im Ort ersetzte.

Pfarrkirche St. Valentin mit Wegkapelle
Pfarrkirche St. Valentin mit Wegkapelle
Pfarrkirche St. Valentin mit Wegkapelle
Pfarrkirche St. Valentin mit Wegkapelle

Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad

Die Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad zwischen Brenner und Gossensaß stammt aus der Zeit des Nobeltourismus um 1900, als hier unzählige Berühmtheiten in prachtvollen Grandhotels abstiegen. Damals hatte die Thermalhochburg Brennerbad sogar einen eigenen Bahnhof. Eine erste Kapelle in Brennerbad wurde 1680 zu Ehren "Maria Heimsuchung" eingeweiht.

1882 erfolgte die Grundsteinlegung zur heutigen Kapelle. Nach Entwürfen von Baumeister Josef Vonstadl erbaut, wurde sie 1886 geweiht.
Der neuromanische Bau besteht aus einem Haupt- und zwei Seitenschiffen sowie runder Apsis. Der erste Hochaltar stammt von F. Schmalzlaus St. Ulrich, doch schon 1889 hat die Kapelle anscheinend einen neuen Altar erhalten, den Bildhauer Stufflesser nach Zeichnungen von Johann Maria Reiter schuf.

Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad
Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad
Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad
Kapelle Maria Heimsuchung in Brennerbad

Pfarrkirche Gossensass und Barbarakapelle

Hoch über Gossensaß thront die örtliche Pfarrkirche, die dem hl. Georg geweiht ist. 1375 wird erstmals eine St. Georgskirche urkundlich genannt. Später erneuert wurde sie am 16. Mai 1471 vom Salzburger Weihbischof Caspar geweiht. Ab 1750 wurde die neue Pfarrkirche als Wandpfeilerbau mit Flachkuppeln und Quertonnen errichtet.

Die Deckenfresken in den beiden Langhauskuppeln und in der Apsis schuf Matthäus Günther im Jahre 1751.Der aus Granitquadern erbaute alte Turm wurde 1769 erhöht und mit einer Zwiebelhaube versehen. Die Knappenkapelle St. Barbara neben der Pfarrkirche wurde 1510 erbaut.
Das Kleinod der zweigeschossigen Anlage mit quadratischem Grundriss und polygonalem Chorabschluss ist ein spätgotischer Flügelaltar eines unbekannten Meisters aus der Zeit um 1520. Ein Triptychon, 1570 vom Sterzinger Bergrichter Kaspar Kofler gestiftet, zeigt Christus als Kinderfreund, die Taufe Jesu und eine Kindstaufe.

Pfarrkirche Gossensass und Barbarakapelle
Pfarrkirche Gossensass und Barbarakapelle
Pfarrkirche Gossensass und Barbarakapelle
Pfarrkirche Gossensass und Barbarakapelle
Interreg
Tourismusverein Gossensass
Gemeinde Brenner
Gries am Brenner
Gries
   Impressum   Privacy & Cookies
I-39041 Gossensass - Colle Isarco | Ibsenplatz 2 Piazza Ibsen Tel. +39 0472 632 372 | Fax +39 0472 632 580 | info@altebrennerpassstrasse.eu | info@anticastradadelbrennero.eu