In der Talenge von Lueg (= althochdeutsch: Höhle, Loch, Talenge) bestand seit der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Höhlenburg, 1241 im Friedensvertrag zwischen Bischof Egno von Brixen und dem Grafen Albert III. von Tirol erstmals urkundlich erwähnt.
Der gewachsene Fels bildete Wände und Dach, eine Mauer mit Zinnenkranz den äußeren Abschluss. Der größte Teil der Höhlenburg wurde beim Bau der Brennerbahn (1864 - 1867) entfernt. Lueg war bereits Ende des 13. Jahrhunderts die ertragreichste Zollstätte Tirols.

Das jüngste, schlossartige Zollamtsgebäude sowie das Pallhaus wurden 1809 zerstört. Übrig geblieben ist die Kirche zu den heiligen Christoph und Sigmund; die ursprüngliche Kapelle wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, ein halbes Jahrhundert später der Nordturm. 1684/86 wurde die Kirche erweitert und barockisiert. Nach verschiedenen weiteren Umgestaltungen begann man 1990 mit umfassenden Sanierungsarbeiten, die 2013 einen vorläufigen Abschluss fanden.
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6156 Lueg